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Fahrerassistenzsysteme (FAS) der Zukunft

AUF DEM WEG ZUM AUTONOMEN FAHREN
Mit innovativen Inertialnavigationssystemen unterstützt die DTC Sie mit der Erfassung von Positions-, Orientierungs- und Geschwindigkeitsmessungen bei der Planung, Validierung und Entwicklung Ihrer Fahrerinformations- und Fahrerassistenzsysteme.

DAS PRINZIP

Die von einem RT-System (= Einheit zur Messung von hochgenauen Positions-, Geschwindigkeits-, Beschleunigungs- und Drehraten) im vorausfahrenden Fahrzeug (Target) gemessenene Daten werden via WLAN an das nachfolgende Fahrzeug (Hunter) mit geringer Latenz und zeitgestempelt übertragen.
Die Position des Hunter-Fahrzeugs wird ebenfalls mit einem eigenen RT-System bestimmt. Mit dem Einsatz eines RT-Range wird ein Echtzeit-Netzwerk aufgebaut und die relative Bewegung der beiden - oder von bis zu vier - Fahrzeugen kann gegeneinander gemessen und kontinuierlich aufgezeichnet werden.
Neben den Positionen relativ zueinander sowie den Relativgeschwindigkeiten ist der wesentliche Parameter die Time-to-Collision (TTC), die über die Güte
des Notbrems- oder Abstandsregelungssystems des zu untersuchenden Hunter-Fahrzeugs entscheidet.

 

 

Quick TIPP #1: Park Assist Testing mit Multiple Polygons

Auch wenn bei modernen Fahrzeugen der Einparkassistent gedanklich schon gar nicht mehr zu den Assistenzsystemen zugerechnet wird, so ergeben sich im Testalltag doch immer wiederkehrende Herausforderungen. Dazu gehören Fahren und Einparken mit geringen Geschwindigkeiten, geringen Drehraten und immer wiederkehrenden Manövern. Bei Parkmanövern werden höchste Ansprüche an die IMU des Inertialsystems gestellt, da geringe Geschwindigkeiten und Drehraten immer Unschärfen in der Positionsgenauigkeit ergeben.

Genau hier setzt das innovative RT System mit seiner Range Funktionalität an. Zum einen sorgt die Dual Antennen Einheit für eine deutliche Erhöhung der Winkelgenauigkeiten bei geringen Geschwindigkeiten, zum anderen können über die Funktion Polygonobjekte statische Targets vermessen und in die Bezugspunktberechnung mit einbezogen werden. Dies können Ballooncars oder reale Fahrzeuge sein. Dies schont das Investitionsbudget, da diese Objekte über keine eigene Referenzmesstechnik verfügen müssen.

Über die Relativberechnung von Polygonen bekommen wir nicht nur eine Punkt zu Punkt Verbindung berechnet, sondern den geringsten Abstand zwischen den Polygonen. Diese Funktion ist besonders interessant bei VRU Rear Szenarien, bei dem der geringste Abstand des Dummys zum Fahrzeug und sogar ob Farside oder Nearside, gemessen werden kann. Dieses Szenario lässt sich dann sogar auf unterschiedliche Fahrzeuge übertragen, in dem die neuen berechneten Fahrzeugpunkte in dieses Manöver gerechnet werden, d.h. kein aufwändiges Testen mit Derivaten die sich nur minimal in der Karosserieform unterscheiden, wie z.B. Limousine vs. Kombi vs. Coupé. Dazu ist nur die einmalige Polygonberechnung des Fahrzeugs notwendig.

In der Live View sehen Sie das komplette Manöver auf Wunsch auch in der Vogelperspektive!

Sehen Sie dazu auch folgenden technischen Artikel mit Video:

https://www.oxts.com/de/technical-articles/park-assist/

Quick Tipp #2: Totwinkelassistent im LKW Bereich mit Multiple Sensor Points

Der „tote“ Winkel macht seinem Namen leider alle Ehre. Laut einer Untersuchung des Bundesamts für Straßenverkehr (BaSt) aus dem Jahr 2016 starben 393 Radfahrer in Deutschland an den Folgen eines Unfalls im Rahmen eines Abbiegeszenarios. Besonders interessant bei diesen Untersuchungen war die Klassifizierung nach zulässigem Gesamtgewicht. Dabei kam heraus das über 90% der Unfälle durch Fahrzeuge der Klasse „schwere Güterkraftfahrzeuge“ verursacht wurden.

Das Testen von VRU Szenarien gehört im PKW Bereich schon seit vielen Jahren zum Standard, durch die Spezifikation der NCAP Kommission. Im LKW Bereich begleiten wir Kunden seit vielen Jahren und haben diese Erfahrungen auch in unsere Produkte einfließen lassen:

 

  • Interaktion mit Überfahrplattformen für Heavy und Light Trucks
  • WLAN Korrekturdatenverteilung zu VUT, Target und weiteren Systemen
  • Mit der Kombination von 2 RT Systemen in Trailer und Zugmaschine kann die Berechnung von  Zugmaschinenknickwinkel, Lagewinkel und Knickwinkel von Trailern erfolgen
  • Spezifikation von IMUs bis 30g Vibrationsfestigkeit

Quick Tipp #3: Testing Notbremsassistent mit Multiple Targets

Viele kennen die Schrecksekunde wenn ein Ausweichmanöver gerade einen Unfall verhindert hat. Genau auf diese Schrecksekunde sind unsere Fahrzeuge programmiert, uns diese Sekunde zu nehmen. Besonders heikel wird es, wenn ein sogenanntes „Verdeckungsfahrzeug“ die Sicht nimmt und damit die Reaktionszeit um ein Vielfaches reduziert.

Die Hersteller stellen genau solche Szenen nach, um ihre Assistenzsysteme darauf zu trainieren. Genau darauf zielt unser Range System mit der Option Multiple Targets ab. Statt mit sehr teuren und wartungsintensiven Targets zu testen, wird mit echten Fahrzeugen gearbeitet, die nur die Sicht verdecken sollen und nicht gecrasht werden.

Die Kunst ist jedoch auch dieses Fahrzeug jederzeit zu dem eigenen Fahrzeug mit Abstand, Position, Lagewinkel und Schwimmwinkel berechnen zu können. Die RT mit Range Funktion kann bis zu 4 weitere Targets in die Berechnungen mit einbeziehen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um fahrende oder stehende Objekte handelt. Über die Funktion Multiple Sensor Points können dabei die Erfassungskegel von Kameras, Lidaren, Radar- und Ultraschallsensoren dargestellt und in die Berechnung mit einbezogen werden.

Objekte im Testing können Kraftfahrzeuge, Motorräder, Fußgänger oder Fahrräder sein. Für alle Anwendungen haben wir spezialisierte Halterungen, um die RT zu integrieren. Fragen Sie uns nach Ihrer anwendungsspezifischen Lösung. Wir sind Ihr Systempartner, wenn es um Systemtechnik für die Fahrerassistenzerprobung geht.